Wohnhaus

Im Stavenhof 18 · Altstadt/Nord

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4388
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Im Stavenhof 18, 50668 Köln
Baujahrum 1880 bis 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 21.12.1987
Stadtteil Altstadt/Nord

Das Gebäude wurde um 1880 - 90 errichtet. Baugeschichtlich bedeutend ist das 4-geschossige, sattelgedeckte Traufenhaus von 3 Achsen als Beispiel der Backsteinarchitektur des späten 19. Jahrhunderts sowie als Typ des sogenannten Kölner Dreifensterhauses.

In der Gestaltung der Straßenfront bekundet sich ein baugestalterischer Anspruch: Die in gelben, roten und weiß glasierten Ziegeln gegliederte u. strukturierte Fassade zeichnet sich aus durch strenge Axialität der Fenster. Gleichmaß im Achsabstand klare Geschoßgliederung durch Gesims (u. a. ein verkröpftes Stuckgesims), Klotz- Bogen und Zickzackfries sowie im Rollverband ausgeführte, stichbogige Fensterstürze (im EG mit Gesimsabschluß) der bis 2. OG in Formsteinen gerahmten Fenster. Über dem verkröpften u. aufgekröpften, stuckierten Haussockel erheben sich in den Achsabständen des 1. u. 2. Obergeschosses Lisenen als vertikale Gliederungselemente.

Die 2 originalen Dachgauben aus Holz sowie die zum großen Teil beibehaltene Sprossenteilung (originale Fenster je zwei im EG u. 2 OG) weisen auf die ursprüngliche Einheit der Fassade hin, die als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes verdeutlicht.

Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohnhaus, da es den Ausbau des nördlichen Teiles der Kölner Altstadt dokumentiert.

Aufgrund des raschen Bevölkerungszuwachses und der regen Bautätigkeit durch wirtschaftlichen Aufschwung wurde 1881 zum 4. mal die Stadt über die alten Befestigungsanlagen hinaus erweitert und die noch freien Grundstücke innerhalb des Festungsgürtels ausgenutzt. Je nach Ortslage wurden die Bauparzellen mit Häusern unterschiedlicher sozialer Bestimmung bebaut.

Im Stavenhof - der Straßenname bezieht sich auf den ehemaligen Stavenhof am Eigelstein - entstanden vor allem Wohnmiethäuser für Arbeiter.

Städtebaulich bedeutend ist das o. g. Objekt als unverzichtbarer Bestandteil eines Gebäudeensembles mit den Backsteinbauten Nr. 12, 10, 8, 2 - 4 und 5, 3, 1 sowie den übrigen Denkmälern der kopfsteinbepflasterten engen Gasse, das ihr ehemaliges Erscheinungsbild auch heute noch anschaulich und erlebbar macht. Vom Gereonswall aus gesehen, ergibt sich durch die auf Kriegsschäden zurückzuführenden Baulücken (heute Grünflächen) ein direkter Sichtbezug mit ebenfalls das Umfeld prägenden historischen Erscheinungsbild.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0