Wohnhaus
Poller Hauptstraße 33 · Poll
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4413 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Poller Hauptstraße 33, 51105 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 11.01.1988 |
| Stadtteil | Poll |
Das um 1900 errichtete Wohngebäude besitzt eine zweigeschossige Stuckfassade mit drei Achsen. Eine Besonderheit im ländlichen Raum und hier vor allem im Kernbereich Polls ist die Stuckverzierung des Wohngebäudes, die stilistisch dem ins ländliche transponierten Historismus zuzuordnen ist. Haustüre und Fenster im EG blieben original erhalten. Das Gebäude ist traufständig und unterscheidet sich auch dadurch von den meist giebelständigen Backsteingehöften des 19. Jhs. Die außermittige hohe Dachgaube ist eine spätere Zutat.
Das Innere des Hauses war nicht zugänglich.
Das Haus Poller Hauptstr. 33 ist bedeutend für die Geschichte Polls, das seinen Dorfcharakter im Kernbereich noch bis heute bewahren konnte. Das Dorf gehörte seit dem frühen Mittelalter zur Pfarre St. Heribert in Deutz und war ein Teil des rechtsrheinischen Brückenkopfes KurKölns gegenüber der Freien Reichsstadt Köln. Der Ort, der bereits 1663 42 Häuser aufwies, ist durch seine Nähe zum Rhein durch die Häuser der Fischer in der Weingartenstraße und die der Hofstellen in der Poller Hauptstraße noch heute geprägt. Im 19. Jh. wurden die Fachwerkhäuser durch Ziegelbauten ersetzt, deren giebelständige Lage zur Straße sich noch heute vor allem in der Poller Hauptstraße erhalten hat. Die Poller Hauptstraße bildet mit der 1862 - 1864 errichteten katholischen Pfarrkirche St. Josef den Kern des Dorfes.
Städtebaulich ist das Objekt als Dokument frühen städtischen Einflusses in der Dorfbebauung von besonderer Bedeutung, wobei sich ein Zusammenhang zu den gleichzeitig errichteten Bauten Poller Hauptstr. 37 (Wohn- und Geschäftshaus) und der Schule Nr. 61 - 65 ergibt. Vor allem die Salmstraße wird durch Gründerzeithäuser aus der Zeit nach 1900 geprägt und zeugt von der Erweiterung des Dorfes um die Jahrhundertwende. Das o. g. Objekt ist dieser Bauentwicklung zuzurechnen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0