Wohn- u. Geschäftshaus
Zollstocksweg 9 · Zollstock
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4456 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Zollstocksweg 9, 50969 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.02.1988 |
| Stadtteil | Zollstock |
Das Gebäude wurde um 1900 errichtet. Baugeschichtlich aussagefähig ist das 3-geschossige, 4-achsige Traufenhaus als Beispiel einer Bauweise mit sparsam eingesetzten Stilelementen aus der Neorenaissance. Über dem rustizierten Erdgeschoß mit abschließendem Stockwerkgesims erhebt sich eine Stuckfasade mit stichbogigen, profiliert gerahmten Fensteröffnungen, verziert mit Schlußsteinen und im 2. Obergeschoß zusätzlich mit geraden Bekrönungsgesimsen versehen, die auf die Betonung der sogenannten Belétage hinweisen. Stuckbänder verlängern optisch die Fensterbankgesimse und dienen ebenso der horizontalen Gliederung wie das die Fassade abschließende profilierte Traufgesims. Trotz einiger schadhafter Dekordetails veranschaulicht die Fassade als konstruktiver Teil des Hauskerns Proportion, Geschoßgliederung und Höhe des Gebäudes. Im Innern des Hauses ist an originalen Ausstattungsteilen noch erhalten: braun/schwarzer Fliesenfußboden, Steintreppe, schmiedeeisernes Geländer.
Ortsgeschichtlich bedeutend ist das Wohn- und Geschäftshaus, da es die älteste Bebauung dieses südlichen Kölner Stadtteils dokumentiert. Der Ort findet seinen Ursprung nicht - wie viele Kölner Vororte - in einem mittelalterlichen Dorf, sondern sein Name leitet sich vn einem kleineren Zollhaus ab, dessen genauer Standpunkt unbekannt blieb, von dem aus aber der Zollstocksweg in die Flur "am Zollstock" führte. Seine Anfänge als Ortschaft nahm Zollstock, als in Köln mit dem Bau der Neustadt (ab 1881) begonnen wurde, und sich aufgrund reicher Lehmvorkommen in dichter Folge die Ziegeleien bildeten.
Das heutige Zollstock präsentiert sich als ein weitgehend in den 20er Jahren durch Siedlungsbauten geschlossenes Gebiet, mit einigen Geschoßbauten der Jahrhundertwende entlang den Hauptstraßen und Neubaubereichen in den Außenzonen.
Städtebaulich bedeutend ist das Objekt als einzelnes historisches Bauwerk aus der Erstbebauungszeit der Straße in einer Umgebung von Siedlungs- u. a. Bauten ab 1925/30.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0