Wohnhaus
Auf der Burg 2 · Worringen
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4536 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Auf der Burg 2, 50769 Köln |
| Baujahr | 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.03.1988 |
| Stadtteil | Worringen |
Das 1 1/2-geschossige Wohnhaus stammt wohl aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und damit aus der Zeit des Ausklingens dieser bäuerlichen Bauweise im Rheinland. Die schmucklose Konstruktion ist mit Backstein ausgefacht und zeigt relativ weit auseinander stehende Gefach mit Verstrebung (Schwertung) der Eckpfosten. Anscheinend ist die Tür in dem straßenwärts zugewandten Giebel später zugesetzt worden, da ein Ständer fehlt. Auch der Sockel wurde später ersetzt oder beigearbeitet. Deutlich sind die vorstehenden Köpfe des Pfettendaches zu erkennen, das als steiles Satteldach auch den hinteren Anbau, die ehemaligen Ställe, überdeckt. Das gleichbreite Stallgebäude ist mit Nebenbauten in der Verlängerung des Wohnhauses angebaut, wird aber heute als Wohnraum genutzt. Eine aus den 20er Jahren dieses Jahrhunderts stammende Haustüre mit Blumendekor führt in den Wohnbereich, in dem sich eine ältere Holztreppe befindet. Die Fenster wurden, wie auch der sonstige innere Ausbau, erneuert. Ein sehr kleiner Kellerraum ohne Gewölbe ist erwähnenswert.
Das schon in der Römerzeit besiedelte Worringen war ursprünglich Besitz der Grafen von Jülich, der die Vogtei 1151 an die Kölner Domprobstei verkaufte. Von der wechselvollen Geschichte zeugen die - heute verschwundenen - 2 Burgen der Grafen von Jülich und des Erzbischofs von Köln, die lange Zeit sich um den Besitz des Dorfes stritten. In der Nähe der befestigten Anlage fand 1288 die folgenreiche Schlacht statt. Auch die ursprüngliche Umwallung des Dorfes mit dem Frohnhof im Zentrum ist heute verschwunden. Durch wiederholte Brände stammt heute die Mehrzahl der Bauten aus dem 19. Jahrhundert. Das o. g. Objekt ist eins der wenigen noch erhaltenen Fachwerkhäuser des Ortes.
Städtebaulich ist das Eckgebäude zur Straße In der Lohn als ein Beispiel rheinischer Fachwerkbauweise in Worringen schützenswert. Durch das Vordringen der Ziegelbauweise ab Mitte des 19. Jahrhunderts auch für Kleingehöfte ist das o. g. Gebäude als eines der letzten dieser Art in Worringen von besonderer Bedeutung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0