Wohnhaus
Friesenstraße 61 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4706 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Friesenstraße 61, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1870 bis 1880 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 14.10.1988 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Erbaut um 1870 - 1880, Neurenaissance, Dreifensterhaus, 3 Geschosse, 3 Achsen, Mittelgiebel, 2 Gaubenreihen, Gesimsgliederungen, Betonung der Mittelachse durch pfeilerartige Wandvorlagen, Kopfplastik (zwischen 1. und 2. Obergeschoß) von dem Kölner Oberbürgermeister Dr. Hermann Becker 1875 - 1885, Erdgeschoß durch längliche rustizierte Quader strukturiert, in den oberen Geschossen Fugenschnitt, rot braun getönte Fassade wie im ursprünglichen Zustand, 2-flügelige Haustür mit schmiedeeisernem Gitter, stilgerecht rekonstruierte Fenster. Im Innern: farbiger Fliesenfußboden, Holztreppe, gedrechseltes umlaufendes Geländer und Antrittspfosten, Rosettenstuck und Wandkassettierung, zweiflügelige Wohnungstürabschlüsse, Stuckdecken und Zimmertüren in den Wohnungen 1. Obergeschoß, Kappengewölbe im Keller.
Das Gebäude Friesenstr. 61 belegt die durch großen Bevölkerungszuwachs und dadurch bedingte Wohnungsnot entstandene dichtere Bebauung innerhalb der Wälle, die zu dem Typ des meist 3-geschossigen Zwei-, Drei- oder auch Vierfensterhauses mit oder ohne Seitenflügel führte.
Im 2. Weltkrieg wurde die Altstadt zu über 90% zerstört, so daß ein charaktervoller, in den Fassaden fast lückenlos erhaltener Straßenzug wie in der Friesenstraße (zwischen Friesenwall und Römergasse) für die Bewahrung des ehemaligen Erscheinungsbildes Seltenheitswert hat. Als Typ des sogenannten Kölner Dreifensterhauses, seiner erhaltenen sowie rekonstruierten Fassadendetails sowie seiner zum großen Teil originalen Innenausstattung ist das vorliegende Gebäude baugeschichtlich bedeutend zu nennen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0