Wohnhaus

Poller Hauptstraße 48 · Poll

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_4754
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Poller Hauptstraße 48, 51105 Köln
Baujahr1879
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 02.12.1988
Stadtteil Poll

1879 erbautes 2-geschossiges Backsteinhaus, (Datierung durch Maueranker) traufständig: 2 Achsen, Haustüre neben Fensterachsen mit Stuckrahmen, Fassade schmucklos. Die beiden oberen Fenster erneuert und erweitert. Verputzter Gebäudesockel.

Die Fassade ist 2-geschossig und backsteinsichtig. Die oberen beiden Fenster wurden erneuert und erweitert. Als einziger Schmuck kann ein Stuckrahmen um die Haustür gelten, die seitlich neben den beiden Fensterachsen angeordnet ist. Der Gebäudesockel ist ebenfalls verputzt.

Das Haus Poller Hauptstr. 48 ist bedeutend für die Geschichte Polls, das seinen Dorfcharakter im Kernbereich noch bis heute bewahren konnte. Das Dorf gehörte seit dem frühen Mittelalter zur Pfarre St. Heribert und war ein Teil des rechtsrheinischen Brückenkopfes des Erzstuhls gegenüber der freien Reichsstadt Köln. Der Ort, der bereits 1663 42 Häuser aufwies, ist durch seine Nähe zum Rhein von den Häusern der Fischer in der Weingartenstraße und von den in der Poller Hauptstraße sich versammelnden Hofstellen der Kleinbauern und Gewerbetreibenden noch heute geprägt. Im 19. Jahrhundert wurden die Fachwerkhäuser durch Ziegelbauten ersetzt, deren giebelständige Lage zur Straße sich noch heute vor allem in der Poller Hauptstraße erhalten hat.

Das o. g. Gebäude ist inschriftlich (durch Maueranker) 1879 datiert und steht traufständig mit Eingang in der Straßenfront zur Poller Hauptstraße. Damit weist sich das Gebäude als eine Weiterentwicklung der ursprünglichen giebelständigen Dorfbebauung dieser Straße aus, wie sie noch bei dem Haus Nr. 50 und dem inzwischen abgebrochenen Haus Nr. 66 erkennbar waren.

Städtebaulich ist das Objekt Teil der historischen meist giebelständigen Bebauung der Poller Hauptstraße, die im Zuge der noch 1870/71 das Reich erfassenden Wirtschaftsblüte offensichtlich mit 2-geschossigen Backsteinhäusern bebaut wurde, wahrscheinlich auf den Fundamenten ehemaliger 1-geschossiger Fachwerkhäuser wie es noch bei dem Haus Nr. 38 zu vermuten ist. Das Gebäude dokumentiert den Übergang vom Dorf zur Vorstadt, die mit der Bevölkerungsverdichtung im Stadtbereich Köln einherging.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0