Büro- und Geschäftshaus "Haus Bayer"
Ebertplatz 2 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5211 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Büro- und Geschäftshaus "Haus Bayer" |
| Adresse | Ebertplatz 2, 50668 Köln |
| Baujahr | 1957 |
| Architekt / Planung | Emil Nolte |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 31.08.1989 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut 1957, Architekt Emil Nolte; Eckhaus zu Eigelstein und Hansaring; Stahlbetonskelettbau, 7 Geschosse einschließlich Zwischengeschoss, Rasterfassade mit Natursteinverkleidung, Erker mit Balkonen; ausgebautes, zurückgesetztes Dachgeschoss mit umlaufender Terrasse, stählernes Brüstungsgeländer, Flachdach. EG mit Laden- und Schaufensterbereich sowie Zwischengeschoss und Toreinfahrt (teilweise verändert). Fenster verändert.
Rückseitige Fassade verputzt und gestrichen, Fenster verändert. Treppenhausturm und Anbauten (Tiefgarageneinfahrt, Maschinenhaus u.ä.)
Im Inneren original erhalten: Stahlbeton-Wendeltreppe mit offener Spindel, stählernes Geländer (ursprünglicher Handlauf durch erhöhten Aluminium-Handlauf ersetzt). Treppe bis ins 1. OG mit erneuertem Natursteinbelag. Sonst Inneres weitgehend verändert.
Das o.g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 u. 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Für das öffentliche Interesse an seiner Erhaltung und Nutzung sprechen folgende ortsgeschichtliche, städtebauliche und baugeschichtliche Bedeutungskriterien:
Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines „Gesamtkunstwerkes“ durchgestaltet und in Beziehung zu einem städtebaulichen Gesamtkonzept entworfen.
Der Mitte der 50er Jahre entworfene, 1957 fertiggestellte Stahlbetonskelettbau Ebertplatz 2, das sog. „Haus Bayern“, fügt sich in die dem Stadtplanungskonzept der Zeit entsprechende, ursprüngliche Gestaltung des schwer zerstörten Ebertplatzes ein. Der großvolumige, an drei Straßen liegende Baukörper betont – zusammen auch mit dem aus dem Jahr 1950 stammenden, ganz ähnlichen Gebäude Ebertplatz 1 (leider stark verändert) – den sternförmigen Charakter der Platzanlage. Mit seiner Rasterfassade, der typischen Teilung von EG und Zwischengeschoss sowie dem zurückgesetzten DG mit Flachdach dokumentiert er auf charakteristische Weise die Architektur der 50er Jahre.
Im Inneren des Hauses besticht als herausragende Lösung das Treppenhaus mit seiner Stahlbeton-Wendeltreppe, eine der interessantesten Lösungen des für die 50er Jahre bedeutenden Architekturthemas „Treppe“. Architekturgeschichtlich repräsentiert das Haus die Richtung des „Neuen Bauens“ der 20er Jahre in der Weiterentwicklung der 50er Jahre – steht also als klar definierte Architektur im Gegensatz zu den anderen Strömungen jener Zeit, wie der organisch-geschwungenen Architektur und den Stahl-Glas-Bauten unter dem Einfluss von Mies van der Rohe.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0