Wohnhaus
Bayenthalgürtel 40 · Bayenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5754 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Bayenthalgürtel 40, 50968 Köln |
| Baujahr | 1925 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1990 |
| Stadtteil | Bayenthal |
Erbaut 1925 von dem Bauunternehmer J. C. Sesterhenn, freistehender Bau an der Ecke zur Bernhardstraße im Stil des Expressionismus. Zwei Geschosse, axialsymmetrischer Aufbau, Putzfassade mit Gliederungen, statt ursprünglichem Walmdach Wiederaufbau mit flachem Zeltdach; Fenster und Haustüren original, Schlagläden im Obergeschoß.
Straßenfassade mit polygonalen Parterreerkern zu beiden Seiten, fassadenbreitem Balkon im Obergeschoß und mittiger Terrasse. Seitenfassaden mit je einem Parterreerker und Balkon, Seiteneingang. Gartenseite mit Hauseingang auf der Mittelachse.
Im Innern original erhalten: Sollnhofener Platten, Parkettfußböden, schwarz-weiße Bodenfliesen, Heizkörperverkleidungen, Deckenstuck, Zimmertüren mit Beschlägen (Erdgeschoß); Linoleumboden, Wand- und Bodenfliesen, Wandschränke, ein Fenster mit farbiger Bleiverglasung (Obergeschoß). Bestandteil des Denkmals sind auch der Garten mit zeitgenössischem Pavillon und die originale Grundstückseinfriedung.
Der südlich der ehemaligen preussischen Umwallung gelegene Industrievorort Bayenthal ist seit 1860 mit der Niederlassung der Firma BAMAG entstanden. Während das Zentrum noch heute das Erscheinungsbild eines Arbeiterviertels aufweist, ist am Bayenthalgürtel, der zum südlichen Teilbereich Bayenthals gehört, die villenartige Bebauung Marienburgs in den 20er Jahren fortgesetzt worden. Da die zum Teil herrschaftlichen Wohnhäuser - meist von bedeutenden Architekten entworfen - noch heute weitgehend erhalten sind, ist die Architekturgeschichte der 20er Jahre mit ihren unterschiedlichen Stilströmungen hier beispielhaft ablesbar. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil dieses Straßenensembles und dokumentiert als solches den Stil des Expressionismus. Wenn auch das Dach nach Kriegszerstörung verändert wiederaufgebaut wurde, stellt das Wohnhaus ein bis ins Detail aufwendig gestaltetes Beispiel dieser Architekturrichtung dar, wobei der axialsymmetrische Aufbau auch den repräsentativen Charakter des Gebäudes in exponierter Lage belegt. Als Zeugnis der historischen Bebauung in diesem Kölner Stadtteil - in unmittelbarer Nachbarschaft zum Villenvorort Marienburg - ist das o. g. Objekt unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0