Wohn- u. Geschäftshaus
Am Rinkenpfuhl 46 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_5896 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Am Rinkenpfuhl 46, 50676 Köln |
| Baujahr | um 1958 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.01.1991 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Erbaut um 1958, Eckhaus zum Marsilstein; 8 Geschosse, auskragendes Flachdach, Vordach über dem EG, Balkone (orig. Brüstungsgitter) in der linken Seitenachse der Fassade am Rinkenpfuhl; Keramikfassade (Seite Marsilstein), Putzfassade (Seite Am Rinkenpfuhl), EG mit farbiger Mosaikverkleidung; betonter Ladeneingangsbereich (schräggesetzte Tür und davorliegende Kolonnade mit Mosaikverkleidung) und Schaufenster weitgehend original, sonst Fenster weitgehend verändert. Rückseite weitgehend verputzt (EG mit Keramikfliesen), Fenster weitgehend verändert, rückwärtiger Eingangsbereich mit der Tür weitgehend original. Im Innern original erhalten: Stahlbetontreppe mit Terrazzobelag, Fahrstuhltüren mit messinggefaßten Bullaugenfenstern und Messinggriffen.
Die 50er Jahre, die Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet. Die Hahnenstraße ist der erste nach einem Gesamtkonzept erstellte Straßenzug Kölns nach dem 2. Weltkrieg und eine der ganz wenigen in Deutschland einheitlich realisierten Geschäftsstraßen der Wiederaufbauphase überhaupt. Seit 1948 wurde sie nach Plänen von W. Riphahn als stark durchgrünte und durchlüftete Straße mit nach vorne gelegenen 1 - 1 1/2geschossigen Geschäfts- und Kulturpavillons und einer hinteren hochgezonten Randbebauung, unterteilt durch hohe Querbauten, neu gestaltet. Riphahns Entwurf des Gesamtkomplexes der Hahnenstraße ist gleichzeitig die Reduzierung der vorangegangenen NS-Stadtplanung, die hier eine breite Aufmarschstraße mit Monumentalbebauung vorsah. Das o. g. Gebäude ist Teil der höheren Randbauten entlang der Straßenzüge Im Laach, Marsilstein und Schaafenstraße. An der Ecksituation Marsilstein-Rinkenpfuhl gelegen, ist auf eine abwechslungsreiche Fassadengestaltung besonderes Gewicht gelegt worden. Auf der Seite zum Marsilstein kontrastiert das konstruktive Gerippe des StahlbetonSkelettbaus zur Keramikfliesenverkleidung der Fensterbrüstungen. Das Erdgeschoß erfährt im Geschäftsbereich eine Betonung durch die - für die 50er Jahre typische - Gestaltung mit farbigem Kleinmosaik sowie die schräggesetzte Ladeneingangstür mit der davorliegenden Kolonnade. Das o. g. Objekt wird somit, auch als integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes "Hahnenstraße" zum unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0