Wohnhaus

Adolphstraße 18 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_5969
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Adolphstraße 18, 50679 Köln
Baujahrum 1870
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 26.03.1991
Stadtteil Deutz

Um 1870 erbaut, Putzfassade mit Stuckgliederung im Jugendstil um 1905, 3 Geschosse, Stuckfries an der Traufe entfernt, Satteldach mit Gauben, EG verändert. Stichbogenfenster, hölzerne Sprossenfenster, Haustür erneuert. Im Innern original erhalten: Holzfußböden. Rückseite: backsteinsichtig, Stichbogenfenster, hölzerne Sprossenfenster, Dachgauben.

Nicht zum Denkmal gehört: 1-geschossiger Anbau an der Rückseite.

Als seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Deutz zum Ausgangs- und Knotenpunkt mehrerer Eisenbahnlinien wurde, dort einige Betriebs- und Postämter errichtet wurden und eine zunächst noch bescheidene Industrialisierung einsetzte, stieg die Zahl der Bevölkerung zwischen 1850 und 1867 sprunghaft an. In diesen Jahren begann die Bebauung der Tempel- und Mathildenstraße sowie einige Querstraßen, zu denen die Adolphstraße gehört. Das Haus Nr. 18 dokumentiert die Erstbebauung in der Adolphstraße, die in ihrem ersten Teilabschnitt innerhalb des ehemaligen Festungsbereichs mit 3 - 4-geschossigen, meist 3-achsigen Gründerzeithäusern entstanden war, ehe sie im Zuge der Deutzer Stadterweiterung als Allee bis zum Gotenring verlängert bzw. verbreitert wurde und dort repräsentative Wohnhäuser im Neoklassizismus errichtet wurden. Das um 1870 sehr wahrscheinlich zunächst backsteinsichtig erbaute Haus erhielt um 1905 eine Putzfassade mit Stuckgliederungen im Jugendstil und ist somit charakteristisches Beispiel für die in der Deutzer Altstadt vorherrschende niedrige Bebauung auf schmalen Parzellen sowie für die Anpassung des Fassadendekors an Vorbilder der Kölner Neustadt.

Mit den benachbarten Häusern Nr. 16 a und 24 bildet das Haus ein städtebauliches Ensemble der in Deutz nur noch gering erhaltenen historischen Bebauung. Der im Kernbereich von Deutz noch in etwa ablesbare mittelalterliche und neuzeitliche Straßenplan trägt darüber hinaus dazu bei, die historische Straßensituation widerzuspiegeln.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0