Wohnhaus
Weißhausstraße 25 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6063 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Weißhausstraße 25, 50939 Köln |
| Baujahr | 1915 bis 1916 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.06.1991 |
| Stadtteil | Sülz |
Erbaut 1915/16 (inschr. dat.) von den Architekten Fritz und Toni Müller (inschr. bez.), 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Putzfassade mit Werksteingliederungen in Anklängen an den Neuklassizismus; axialsymmetrischer Aufbau mit mittiger Wandvorlage, 2 Seitengiebeln, 4 Gauben und betontem Hauseingang auf der Mittelachse; betontes Traufgesims, Mansarddach; Haustür z. T. verändert. Rechte Seitenfassade mit Mittelrisalit.
Rückfront: Seitenrisalite mit Giebeln, Balkone.
Im Innern original erhalten: Marmorboden und -treppe (Vestibül; Marmor- und Terrazzoboden; Terrazzotreppe mit Holzgeländer und Antrittspfosten in Marmor, Linkrustatapete mit geschnitzter Holzabschlußleiste, Sockel in Marmor (Treppenhaus); Wand- und Deckenstuck.
Bestandteil des Denkmals ist auch der rückwärtige Garten und die größtenteils originale Grundstückseinfriedung.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Wohnbebauung in dem seit 1888 eingemeindeten Vorort Sülz setzte ab 1845 ein. Die zweite Entwicklungsphase, in der o. g. Objekt entsstand, beginnt kurz nach der Jahrhundertwende, als die Kölner Neustadt nahezu erschlossen war und somit weitere Gebiete für ein stadtzentrumnahes Wohnen erschlossen werden mußten. Am äußersten Rand von Sülz, an der Grenze zu Klettenberg, wurde das Mietswohnhaus Mitte der 10er Jahre erbaut. Innerhalb der z. T. gewerblich genutzten Weißhausstraße stellt das axialsymmetrisch aufgebaute Gebäude einen wichtigen städtebaulichen Fixpunkt dar. In seinem guten Erhaltungszustand ist der zurückhaltend gestaltete Bau ein unverzichtbares Beispiel für die sog. Reformarchitektur der 10er Jahre, die sich bewußt von den stukkierten Bauten der Gründerzeit absetzt und unter Reduzierung des Dekors auf die "natürlichen" Baumaterialien wie Putz und Werkstein zurückgreift. Als Zeugnis der Architekturentwicklung hin zur Moderne und, nicht zuletzt, als Schaffenswerk der Architekten Fritz und Toni Müller ist das Haus Weißhausstraße somit unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0