Wohn- u. Geschäftshaus
Schaafenstraße 12 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6066 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Schaafenstraße 12, 50676 Köln |
| Baujahr | 1960 |
| Architekt / Planung | W. Koep |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.06.1991 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Erbaut 1960, Architekt W. Koep; 8-geschossiger, flach gedeckter Stahlbetonbau, EG mit Tordurchfahrt; keramische Fassade im Wechsel mit Erkern und Balkonen; Schaufenster, Ladeneingangstüren sowie Haustür weitgehend original, sonst Fenster und Türen weitgehend verändert. Rückseite: Keramikfliesen, Dachterrasse, Treppenhausfenster original, sonst Fenster weitgehend verändert. Im Innern original erhalten: im Flur Terrazzofliesenboden, Stahlbetontreppe mit Terrazzobelag, Metallgeländer und Kunststoffhandlauf, weitgehend Fahrstuhltüren. Bestandteil des Denkmals ist auch der 2-geschossige rückwärtige Anbau, der die Baulücke zwischen dem Neubau und dem bestehenden Geschäftshaus an der Hahnenstraße (Nr. 55) schloß.
Die 50er Jahre, die erste Wiederaufbauphase nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges, geraten als inzwischen abgeschlossene Bauepoche immer mehr in das Interesse der Allgemeinheit. Aus dieser Zeit verfügt Köln über eine Anzahl Bauten von hoher baukünstlerischer Qualität, von den Architekten oft im Sinne eines "Gesamtkunstwerkes" durchgestaltet. Die Hahnenstraße ist der erste nach einem Gesamtkonzept erstellte Straßenzug Kölns nach dem 2. Weltkrieg und eine der ganz wenigen in Deutschland einheitlich realisierten Geschäftsstraßen der Wiederaufbauphase überhaupt. Seit 1948 wurde sie nach Plänen von W. Riphahn als stark durchgrünte und durchlüftete Straße mit nach vorne gelegenen 1 bis 1 1/2 geschossigen Geschäfts- und Kulturpavillons und einer hinteren hochgezonten Randbebauung, unterteilt durch hohe Querbauten, neu gestaltet. Riphahns Entwurf des Gesamtkomplexes der Hahnenstraße ist gleichzeitig die Reduzierung der vorangegangenen NS-Stadtplanung, die hier eine breite Aufmarschstraße mit Monumentalbebauung vorsah. Das o. g. Objekt ist Teil der höheren Randbebauung entlang der Straßenzüge Im Laach, Marsilstein und Schaafenstraße, die unter Wahrung einheitlicher Höhenlinien das räumliche Bezugssystem und die äußere Kontur der niedrigen Pavillonbauten an der Hahnenstraße bildet. Es entstand 1960 nach Plänen von W. Koep als Wohn- und Geschäftshaus "Ofen-Leisten". Die rückwärtige Hofbebauung bindet das o. g. Objekt direkt an das Ladenlokal der Hahnenstraße (Nr. 55), ehemals "Ofen-Leisten", an. Die äußere Gestaltung erfolgte in Abstimmung mit dem etwa zeitgleich entstandenen Nachbargebäude (Schaafenstr. 10) desselben Architekten. Durch den Wechsel von Erkern und Balkonen erfährt die ansonsten glatte Keramikfassade eine rhythmische Auflockerung. Das o. g. Objekt wird somit, auch als integraler Bestandteil des Gesamtkonzeptes "Hahnenstraße", zum unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0