Wohnhaus
Sömmeringstraße 47 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6067 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Sömmeringstraße 47, 50823 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.06.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1905 inschr. datiert. 3 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß (verändert). Stuckfassade mit Dekorationen im späten Jugendstil (Stukkatur und kleine glasierte Fliesen); erkerartige Wandvorlage in der linken Gebäudehälfte. Haustür und Fenster verändert. Rückseite und seitlicher, im hinteren Bereich zweigeschossiger Anbau: backsteinsichtig; Fenster teilweise verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden mit schwarzer Rahmung und Mittelmotiv; schwarzgerahmter Terrazzoboden im Flur; Terrazzotreppe mit Holzgeländer (Geländerstäbe weitgehend verändert oder entfernt); im Dachgeschoß Betontreppe.
Nicht zum Denkmal gehört: eingeschossige Erweiterung des rückwärtigen Anbaus.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Stadtteil Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Als 1872 die Venloer Straße umgepflastert werden mußte, legte man im Zuge dieser Maßnahme u. a. auch die Sömmeringstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, an. Sie erhielt damals den Namen "Peterstraße" und gehörte zu den ersten gepflasterten Straßen im neuen Vorort. Das Gebäude repräsentiert die späte Bebauung dieses Straßenzugs, die die schlichtere Erstbebauung ablöste und den Anschluß an die Vogelsanger Straße schuf. Es bildet ein Ensemble mit den Häusern Nr. 43, 45 und dem spiegelgleich gestalteten Nachbarhaus Nr. 47 a. Gemeinsam mit der gegenüberliegenden Häuserzeile (Nr. 36-44) trägt es wesentlich zur Veranschaulichung des historischen Straßenbildes bei. Die abwechslungsreich im Jugendstil - einem in Ehrenfeld seltener anzutreffenden Architekturstil - dekorierte, weitgehend unveränderte Fassade macht das Gebäude zu einem markanten Blickpunkt. Als Beleg für die architektonische Entwicklung Ehrenfelds und als Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der stadtteilspezifischen Bebauung wird das o. g. Objekt somit zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0