Reste einer Hofanlage u. Kapelle (Rather Burg)
Lützerathstraße 70 · Rath/Heumar
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6099 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Reste einer Hofanlage u. Kapelle (Rather Burg) |
| Adresse | Lützerathstraße 70, 51107 Köln |
| Baujahr | 1741 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.06.1991 |
| Stadtteil | Rath/Heumar |
1741 erbaut; Backsteingebäude über oktogonalem Grundriß mit Ecklisenen und Werksteingliederungen. Schiefergedecktes Mansarddach mit Laterne. 2flügelige Eingangstür sowie gesprosste Stichbogenfenster nach historischem Vorbild erneuert. Rückwärtige Tür erneuert, Vordach über Portal neu. Im Innern original erhalten: Boden aus Natursteinplatten, Inschrifttafel über der Eingangstür.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Rather Kapelle ist Teil der Rather Burg, deren Ursprünge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen und welche Ausgangspunkt für die bauliche Entwicklung von Rath war.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie im 15. Jahrhundert, als sie sich noch im Besitz der Familie Lützerode befand.
1870 wurden die von einer Mauer und Wassergräben umgebene Burg und die meisten Hofgebäude infolge eines Brandes zerstört. Ein Wiederaufbau der Burggebäude fand nicht statt. Als ältestes erhaltenes Zeugnis der ehemaligen Burganlage ist die 1741 erbaute und 1743 vom Siegburger Abt Reimarus dem Hl. Joseph geweihte Barockkapelle für Rath daher ortsgeschichtlich von großer Bedeutung.
Städtebaulich stellt sie einen markanten Blickfang an der heutigen Gutseinfahrt Ecke Lützerathstraße dar und bildet einen integralen Bestandteil des ältesten Siedlungsgebietes von Rath.
Baukünstlerisch bedeutsam ist die für das Erbbegräbnis der früheren Burgherren genutzte Gutskapelle als einziger Zentralbau des 18. Jahrhunderts im Kölner Raum.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0