Wohnhaus
Benesisstraße 31 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6216 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Benesisstraße 31, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1860 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.10.1991 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Um 1860 erbaut; 3 Geschosse, 3 Achsen, Werkstein und Stuckfassade, Dachzone verändert. Sprossenfenster (1. u. 2. OG) sowie 2flügelige Haustür original. Im Innern original erhalten: im Flur schwarzweiße Natursteinplatten und Hohlkehlendecke, Holztreppe mit Antrittspfosten und gedrechseltem Geländer, Zimmertüren mit Beschlägen und Laibungen (einige nach hist. Vorbild erneuert), Gewölbekeller. Tür mit Oberlicht zwischen Flur und Treppenhaus (20er Jahre). Rückseite: bachsteinsichtig, seitlicher 2geschossiger Anbau, Sprossenfenster teilweise original.
Das og. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Benesisstraße wurde während der Amtszeit von Stadtbaumeister Johann Peter Weyer in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt, als im Zusammenhang mit der Industrialisierung und dem Bevölkerungswachstum die noch freien Grundstükke innerhalb des Festungsgürtels bebaut wurden. Das Haus Nr. 31 ist Teil einer kleinen Gruppe von Gebäuden aus der Zeit der Erstbebauung in dieser Straße. Wie Nr. 53 und 57 variiert es das für Köln typische Dreifensterhaus. Gleichzeitig zählt es zu den in Köln nur noch ganz seltenen Beispielen spätklassizistischer Architektur. Das o. g. Gebäude, das die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Altstadtbebauung bewahrt, wird somit zum unverzichtbaren Dokument, auch im Hinblick auf die Veranschaulichung des historischen Straßenbildes.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0