Wohn- u. Geschäftshaus
Berrenrather Straße 215 · Sülz
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6637 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Berrenrather Straße 215, 50937 Köln |
| Baujahr | 1906 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.10.1992 |
| Stadtteil | Sülz |
Erbaut 1906 (inschr. dat.), 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß, 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil, axialsymmetrischer Fassadenaufbau (bis auf das EG) mit Mittelbetonung, mittlerer Dreiecksgiebel flankiert von je einer Gaube, Balkone (im 2. OG vorgewölbt) in den äußeren Achsen mit orig. Geländer, Mansarddach; EG mit Ladenlokal und Toreinfahrt verändert, Fenster und Haustür verändert.
Bestandteil des Denkmals ist auch das Hinterhaus und die im Hausinnern befindlichen Teile der orig. Ausstattung (Treppe, Wohnungs- und Zimmertüren usw.).
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Wohnbebauung in dem seit 1888 eingemeindeten Vorort Sülz setzte ab 1845 ein. Der Teilbereich der Berrenrather Straße, in dem sich o. g. Objekt befindet, gehört mit seiner Bebauung zur zweiten Entwicklungsphase in Sülz, die nach der Jahrhundertwende einsetzte als die Kölner Neustadt nahezu vollendet war und somit weitere Gebiete für stadtnahes Wohnen erschlossen werden mußten. Eingebunden in ein strenges Straßenraster zeigt die Berrenrather Straße auch heute noch in weiten Teilen ein historisches Straßenbild. O. g. Objekt ist integraler Bestandteil des Straßenensembles Berrenrather Straße und setzt in dem Teilabschnitt zwischen Wittekind- und Sülzburgstraße mit seiner reich gestalteten Fassade - die unmittelbaren zeitgleichen Nachbarbauten erhielten später eine glatte Putzfassade - einen wichtigen Akzent und leitet so von einer historischen Eckgestaltung zur nächsten. Künstlerisch-wissenschaftlich bedeutsam ist das Wohnhaus u. a. auch deshalb, weil seine Fassadengliederung bereits wesentlich durch Stilelemente des Jugendstil geprägt ist. Es ist somit ein Dokument für das Verständnis der Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne und bezeugt zudem Gestaltungsfülle und Formenvielfalt in diesem Kölner Stadtteil.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0