Wohnhaus

Markomannenstraße 6 · Deutz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6970
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Markomannenstraße 6, 50679 Köln
Baujahr1927 bis 1928
Architekt / PlanungA. Lang
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 18.11.1993
Stadtteil Deutz

1927/1928 erbaut; Architekt: A. Lang; 3 Geschosse und ausgebautes Dachgeschoß im linken Gebäudeteil und 4 Geschosse im rechten Gebäudeteil; 6 Achsen, linker Gebäudeteil in zurückspringender Fluchtlinie, Hauseingangsachse risalitartig gerundet vortretend im Eckbereich, rechts Garageneinfahrt; Putzfassade mit Sockel in werksteinähnlicher Ausführung und Stuckgliederungen (Portal- und Fensterrahmungen); Haustür original, Fenster erneuert, Treppenhausfenster mit Bleiverglasung original. Rückseite: Putzfassade, Fenster erneuert. Im Innern original erhalten: Eingangsbereich und Treppenhaus mit zweifarbigem Tonfliesenboden und halbhoher Wandverkleidung aus zweifarbigen Keramikfliesen (zum Teil erneuert), Terrazzotreppe mit Holzgeländer, Deckenlampen; Wohnungsabschlußtüren (im EG erneuert); Zimmertüren; Deckenstuck.

Die Beseitigung der preußischen Befestigungsanlagen nach 1907 ermöglichte die Erweiterung von Deutz nach dem Vorbild der Kölner Neustadt, indem der bisherige Stadtkern durch eine breite Ringstraße umgeben wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Bebauung im Bereich östlich des Gotenrings planmäßig betrieben. Hier entstanden in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts zum Teil genossenschaftlich errichtete Wohnhausanlagen umfangreichen Ausmaßes. Die Markomannenstraße liegt zentral inmitten dieser Blockbebauung des sog. "Germanenviertels" und läßt ihr städtebauliches Konzept als Alleestraße, die auf das Eduardus-Krankenhaus ausgerichtet ist, deutlich erkennen. Die dreigeschossigen Häuerzeilen der beiden Straßenseiten sind spiegelsymmetrisch mit mittlerem Fluchtlinienrücksprung entsprechend dem Rotdorn-Baumbestand aufeinander bezogen. Die Wohnhausgruppe Nr. 2 - 18 ist integraler Bestandteil dieses Gebäudekomplexes. Sie wurde 1928 nach Plänen des Architekten Anton Schmitz errichtet und zeigt für die Bauzeit charakteristische Gestaltungsmerkmale, die sich auf schlichte kubische Formen und sparsamen Einsatz linearer Gliederungselemente beschränken. In der gesamten Anlage äußert sich, besonders hinsichtlich des Innenausbaus, ein großzügiger Standard entsprechend den damaligen Prinzipien für zeitgemäßen Wohnungsbau. Kennzeichnend für die Nutzung durch Bevölkerungsschichten des gehobenen Mittelstandes ist das qualitätvolle, hohe Ausstattungsniveau, das in allen Häusern weitestgehend in gutem originalen Zustand erhalten ist. Die Gebäude Nr. 2 - 18 sind deshalb jedes für sich als Bestandteil des geschlossenen Ensembles Markomannenstraße unverzichtbare Objekte.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0