Wohn- u. Geschäftshaus
Sömmeringstraße 53 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7300 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Sömmeringstraße 53, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.12.1994 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Erbaut um 1910; Eckhaus zur Vogelsanger Straße; 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß (je 2 Gauben zur Vogelsanger u. zur Sömmeringstr.), 3:2 Achsen sowie eine Eckachse mit Giebelfeld im Dachbereich; Putzfassade mit Stuckelementen in Anklängen an den Jugendstil; EG verändert (mit Wandfliesen verkleidet, Eckbereich verändert); Horizontalgliederung durch Gesimse und aufgeputzte Quaderstruktur; Betonung der Vertikalen durch giebelbekrönte Eckachse u. überhöhte Treppenhausachse mit stilisierter Rahmung und Jugendstil-Ornament; markante Drempelprofilierung mit Konsolköpfen im Eckbereich; Anbau entlang der Sömmeringstraße zerstört (Keller erhalten); Seitenfront verputzt; Fenster, Eingangstür u. Gauben erneuert; Innen original: Terrazzobelag im Treppenhaus; Antrittspfosten, Treppengeländer u. Handlauf in Holz; Wohnungseingangstür im Dachgeschoß.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird 1872-75 neben der Kepler- und Reisstraße auch die Sömmeringstraße angelegt, zunächst bis zur Vogelsanger Straße, die erst kurz vor der Jahrhundertwende bebaut wurde. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jh. wird dann der Bereich bis zur Lindenbornstraße erschlossen. Dem o.g. Objekt kommt in diesem Zusammenhang eine besondere städtebauliche Bedeutung zu, da es stadteinwärts gesehen einen markanten Blickpunkt im Kreuzungsbereich Sömmeringstr./Vogelsanger Straße bildet und gemeinsam mit den anderen Eckhäusern durch Abschrägung der Ecken den Straßenraum erweitert. Das o.g. Objekt, das mit der benachbarten Bebauung entlang der Vogelsanger Str. eine Einheit bildet, wird maßgeblich durch das durchfensterte Giebelfeld der Eckachse in seiner Wirkung bestimmt. Diese Betonung der Vertikalen wird durch die Gesimse, die aufgeputzte Quaderstruktur und profilierte Drempel ausgeglichen. Die zeittypische zurückhaltende Fassadengestaltung, die mit bescheidenen Mitteln eine im Sinne des Jugendstils malerische Wirkung erzielt, wird punktuell, wie im Bereich des Giebelfeldes durch Konsolköpfe und die Rahmung der Treppenhausachse durch Jugendstil-Ornament wirksam. Als integraler Bestandteil der ursprünglichen Bebauung dokumentiert das o.g. Objekt eine wesentliche Entwicklungsphase Ehrenfelds und ist darum in seiner im Wesentlichen originalen Substanz unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0