Wohnhaus

Gutenbergstraße 67 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7567
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Gutenbergstraße 67, 50823 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 10.08.1995
Stadtteil Ehrenfeld

Erbaut um 1890; 3 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß (neue breitgelagerte Gaube); 4 Achsen (Eingang rechts); Putzfassade mit Stuckelementen im Stil der Neu-Gotik; EG durch Putznuten und Rauhputz als Sockelgeschoß (Rustizierung) charakterisiert (Kellersockel mit Wandfliesen verkleidet); über den Wandöffnungen Kragsteine mit Masken; einheitliche Fensterrahmungen mit ornamentierten Konsolen in den Obergeschossen; Betonung der beiden Mittelachsen im 1. OG durch Kielbögen mit Kreuzblumen, von Fialen flankiert; Horizontalgliederung durch Stockwerks-, Sohlbank- und Dachgesims; Drempelzone mit spitzbogiger Blendarkatur verziert; Fenster und Eingangstür original; Rückfront: backsteinsichtig (EG teilweise verputzt; 4 Achsen; stichbogenförmige Fensteröffnungen mit originalen Fenstern/Beschlägen (außer 2. OG Mitte rechts); Hoftür original. Innen original: dreifarbiger Terrazzoboden mit Bordüre und Ornament im Vorflur/Treppenhaus; hölzerne Treppenanlage mit Antrittspfosten; WC-Türen; 2 Wohnungsabschlußtüren im 2. OG; weitgehend Grundrisse; Zimmertüren 1./2. OG; Fensterläden innen im EG; Bestandteil des Denkmals ist auch die rückwärtige Einfassungsmauer (verputzt, mit Vorlagen und Mauerkrone).

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nörldicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird gegen Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts auch die Gutenbergstraße einheitlich bebaut. Wegen der verkehrsgünstigen Lage in Stadtnähe und der hohen Wohnqualität aufgrund der benachbarten Grünflächen siedelten sich im Bereich zwischen Stammstraße und Subbelrather Straße vorwiegend mittlere Einkommensschichten an. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil der in weiten Teilen intakten Bebauung der Gutenbergstraße, die eindeutig auf die Kölner Neustadtarchitektur Bezug nimmt, deren historistische Architekturauffassung dem Repräsentationsbedürfnis der Ehrenfelder Bauherren entgegenkam die allerdings den bescheideneren Verhältnissen in Ehrenfeld entsprechend die Bauten zurückhaltender gestalteten.

Als bauliches Dokument der ursrünglichen Bebauung ist das o. g., in allen wesentlichen Elementen intakte Objekt unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0