Wohnhaus
Wichheimer Straße 46 · Buchheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8197 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Wichheimer Straße 46, 51067 Köln |
| Baujahr | 1896 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.10.1997 |
| Stadtteil | Buchheim |
Erbaut 1896; viergeschossiges traufständiges Haus.
Straßenfront: Stuckfassade im Stil der Neorenaissance, 4 Achsen, in linker Achse ehemalige Durchfahrt (heute Atelier mit erneuerten Türen), daneben Eingang (Hautür erneuert) und rechts 2 enger aneinander gerückte Fensterachsen (Fenster alle erneuert); EG mit Putzquaderung, 1. OG durch figurale Stuckaturen auf Brüstung und Fenstergiebel herausgehoben, horizontale Gliederung durch Stock- und Sohlbankgesimse (Traufgesims nach Kriegszerstörung vereinfacht, Dach und Dachgauben ebenfalls erneuert).
Rückseite: backsteinsichtige Hoffassade mit 4 Achsen, rechts ehemalige Durchfahrt, mittig Hoftür und vorspringender Toilettenbau (nachträglich verschiefert), Stahlträger über EG und 5 Fensteröffnungen (Fenster erneuert).
Innen original: Keller mit Backsteinwänden, Betonkappendecke und Holztreppe, EG-Flur mit bunten Bodenfliesen (teilweie entfernt, Wandfliesen und -putz erneuert), Holztreppe mit Dielenboden (ehemaliges Holzgeländer in Metall ersetzt), 3 Toilettentüren im Treppenhaus.
Nicht Bestandteil des Denkmals ist der eingeschossige, stark veränderte Anbau sowie der sich an diesen Baukörper anschließende zweigeschossige Anbau.
Der heutige Kölner Stadtteil Buchheim gehörte im 19. Jahrhundert zum Landkreis Mülheim und wurde mit diesem 1914 nach Köln eingemeindet. Aufgrund der industriellen Entwicklung Mülheims entstanden im benachbarten Buchheim kurz vor der Jahrhundertwende zahlreiche Arbeiterwohnhäuser, von denen sich ein sehr umfangreiches Ensemble auf beiden Seiten der Wichheimer Straße erhalten hat.
Der von der Bergisch-Gladbacher Straße abzweigende Beginn der Wichheimer Straße zeigt bis zur Hausnummer 46 die vorzüglich erhaltene Bebauung der Jahrhundertwende und ist somit ein in seinem Umfang seltenes Zeugnis für die Geschichte der Menschen im rechtsrheinischen Köln. Das Objekt stellt mit seinen Nachbarhäusern und den erhaltenen Eckbauten zur Bergisch-Gladbacher Straße einen wichtigen städtebaulichen Akzent dar. Es ist ein typisches Beispiel für das städtische Mietshaus mit historisierender Stuckfassade, die auch bei den benachbarten Häuser Nr. 20, 26-28 und 44 vorhanden ist. Daneben existieren auch gemischte Backstein-Putz-Fassaden (Nr. 18 und 36-40) und reine Backsteinfassaden (Nr. 30-34 und gegenüberliegende Straßenseite). Das Ensemble ist damit ein gutes Beispiel für das gleichzeitige Nebeneinander ganz verschiedener Fassadengestaltungen. Die Wirkung der Fassade wird durch das nach dem 2. Weltkrieg neu errichtete Dach nicht wesentlich beeinträchtigt.
Das Haus ist darüberhinaus ein wichtiges sozialhistorisches Zeugnis für die Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft um die Jahrhundertwende, da sein Erdgeschoß kaum verändert und der Grundriß der Obergeschosse beibehalten wurde.
Aus den o. g. Gründen ist das Haus Wichheimer Str. 46 unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0