Akazienweg
Diese Straße verbindet den Sandweg mit dem Reiherweg. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Hans Böckler, der Gründer des "Deutschen Gewerkschafts-Bundes", in dieser Straße. Zu seinen Ehren befindet sich an der Hausnummer 125 eine Gedenkplakette. Der Name verweist auf die Baumart der Akazie, ein Gattung der Mimosengewächse.
Eine der wenigen nicht-Vogel-Straßen in Vogelsangs Hauptstraßenkonzept — der Akazienweg trägt einen Pflanzennamen, der eher zur benachbarten Bickendorfer Rosenhof-Gartensiedlung passt. Die in Mitteleuropa verbreitete „Robinia pseudoacacia" (Robinie, Scheinakazie) ist eigentlich keine echte Akazie, sondern wurde 1601 vom französischen Königsgärtner Jean Robin aus Nordamerika nach Europa eingeführt. Sie blüht im Mai/Juni mit duftenden weißen Trauben und ist eine wichtige Bienenweide — der berühmte „Akazienhonig" stammt fast ausschließlich von Robinien. Der Baum ist in Mitteleuropa heute teils als Neophyt umstritten. Im Vogelsanger Stadtbild gehört der Akazienweg zu den älteren Straßennamen, die das spätere Vogel-Konzept noch nicht aufnehmen.
Quellen: