Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Auf dem Berlich

Länge
255 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–35, gerade 6–34
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
Auf dem Berlich

Trägt einen der ältesten Kölner Flurnamen: „Berlich" kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet ursprünglich „Schweinefeld". Im 14./15. Jahrhundert wurde die Gegend zu einem der wenigen von der Stadt geduldeten Bordell-Quartiere Kölns: Hier und in der nahen Schwalbengasse stand das städtische Hurenhaus „Scone vrouwe" („Schöne Frau"). Mit den geduldeten Bordellen versuchte der Stadtrat die in Köln stark verbreitete Prostitution zu kontrollieren und gegen private „Winkelhuren" (illegale Sexarbeiterinnen) abzugrenzen. Die Frauen lebten unter der Aufsicht eines „Hurenwirts" und mussten sich strengen Regeln unterwerfen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb der Berlich ein Rotlicht-Viertel — eine Ortsgeschichte, die heute zur kulturellen Identität des Quartiers gehört.

Quellen:

Interessantes in der Straße

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.