Beckmannweg
Benannt nach Max Beckmann (1884–1950), Maler, Grafiker und Bildhauer — einem der zentralen Künstler der klassischen Moderne. Beckmann zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts, lehnte selbst aber das Etikett „Expressionist" ab. Ab 1925 lehrte er als Meisterklassen-Professor an der Städelschule in Frankfurt am Main. 1933 nannten ihn die Nationalsozialisten einen „Kulturbolschewisten" und entließen ihn aus seiner Professur; 1937 hingen 22 seiner Werke in der NS-Schau „Entartete Kunst". Am Tag nach der Ausstellungseröffnung emigrierte er nach Amsterdam, wo er zehn Jahre im Exil ausharrte und dort im Versteck unter höchst widrigen Umständen sein reifes Alterswerk schuf — darunter mehrere große Triptychen und Illustrationen zur „Apokalypse" und zu „Faust". 1947 emigrierte er weiter in die USA; er starb 1950 auf dem Weg zu einer Ausstellung in New York am Herzschlag mitten am 69. Straßeneck am Central Park.
Quellen: