Brucknerstr. (Porz)
Benannt nach Anton Bruckner (1824–1896), österreichischem Komponisten und einem der großen Symphoniker des 19. Jahrhunderts. Bruckner wuchs in einfachen Verhältnissen in Oberösterreich auf, war über 24 Jahre als Organist in St. Florian und Linz tätig und kam erst spät zur Symphonie. Seine 9 Symphonien (die 9. blieb unvollendet) sind monumentale Kompositionen mit überlangen Sätzen, archaischen Tonsprache und tiefer religiöser Spiritualität – oft als „Klingende Kathedralen" bezeichnet. Bruckner war zeitlebens ein einfacher, gläubiger Mensch und in der Wiener Musikwelt vielfach verspottet (u. a. von Eduard Hanslick); seine Symphonien wurden erst durch Hans Richter und später Wilhelm Furtwängler zur Anerkennung geführt. Auch sein geistliches Vokalwerk – vor allem die „Te Deum"-Vertonung 1881/84 – gehört zum Kanon. Die Brucknerstraße fügt sich in das Komponisten-Quartier Urbachs ein.
Quellen: