Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
2 Denkmale

Carlswerkstr.

Länge
702 m
Hausnummern
51063: ungerade 1–13e
Fotografien
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Stadtteil
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Die Carlswerkstr. beginnt an der Bergisch Gladbacher Str. und führt vorbei an der Holweiderstr. und endet an der Schanzenstr.


Benannt nach dem Carlswerk, dem berühmten Mülheimer Großwerk der Firma Felten & Guilleaume — eines der wichtigsten Unternehmen der rheinischen Industriegeschichte. Die Wurzeln reichen zurück auf die 1682 dokumentierte Seilerei Hartmann Feltens am Hahnentor in Köln; 1820 gründete Johann Theodor Felten mit seinem Schwiegersohn Carl Franz Guilleaume die Firma am Kartäuserwall. Mit der ab 1834 im Harz erfundenen Drahtseiltechnik wurde Felten & Guilleaume zur ersten Drahtseilfabrik des Kontinents; sie belieferte Bergbau, Rheinschifffahrt, Brückenbau und Bergbahnen. 1872 begannen Emil und Franz Carl Guilleaume rechtsrheinisch in Mülheim mit dem Bau des Carlswerks (benannt nach ihrem Vater Carl), das 1874 in Betrieb ging und bald die Drahtseilproduktion durch Telegraphen-, Strom- und Seekabel ergänzte — Schlüsselprodukte der entstehenden Elektroindustrie. In seiner Blütezeit beschäftigte das Carlswerk mehrere tausend Arbeiter und reichte vom Mülheimer Hafen bis weit ins Hinterland. Heute ist das ehemalige Werksgelände an der Schanzenstraße eines der prominentesten Beispiele rheinischer Industriearchitektur (Denkmalbereich) und beherbergt seit 2010 als Schauspielareal Mülheim Ateliers, Bürolofts und das Schauspiel Köln.

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