Chargesheimerplatz
Benannt nach dem Kölner Fotografen Karl-Heinz „Chargesheimer" Hargesheimer (1924–1971/72), einem der einflussreichsten Bildchronisten Nachkriegsdeutschlands. Unter dem Pseudonym Chargesheimer wurde Hargesheimer ab 1955 als freier Fotograf weltberühmt — vor allem mit seinem 1958 erschienenen Bildband „Im Ruhrgebiet" (Texte: Heinrich Böll) und dem ebenso berühmten Buch „Unter Krahnenbäumen" über das Eigelstein-Quartier (1958, ohne Bildunterschriften, was damals als revolutionär galt). Sein 1956er Spiegel-Cover-Porträt von Konrad Adenauer wurde als so „diabolisch" wahrgenommen, dass es als wahlkampfschädlich diskutiert wurde. Chargesheimer arbeitete neben der Fotografie auch als Bühnenbildner, Maler und Opernregisseur. An Silvester 1971/72 nahm er sich in Köln das Leben. Der Platz nahe der Friesenstr. erinnert an seinen außergewöhnlichen Blick auf die Nachkriegsstadt.
Quellen: