Edith-Weyde-Str.
Benannt nach Dr.-Ing. Edith Weyde (1901–1989), Chemikerin am Bayer-Konzern in Leverkusen und einer der bedeutendsten Frauen in der deutschen Industrieforschung. Weyde wurde in Prag geboren, studierte ab 1923 Chemie an der TU Dresden und kam 1932 zu Agfa in Leverkusen. Ihre bahnbrechende Erfindung war das Silbersalz-Diffusionsverfahren („Copyrapid", später als „Blitzkopie" vermarktet) — ein Verfahren zur beschleunigten Herstellung positiver Bilder, das die Grundlage für moderne Fotokopierer, Sofortbildkameras und Polaroid-Filme legte. Nach der Währungsreform 1948 lud Agfa alle deutschen Hersteller ein, ein Kopiergerät auf Basis von Weydes Erfindung zu konstruieren — Walter Eisbein aus Stuttgart vollendete es in nur acht Wochen. 1963 erhielt Weyde den Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Sie ist eine der wenigen Frauen, deren Erfindungen den Alltag des 20. Jahrhunderts derart geprägt haben — die Flittarder Edith-Weyde-Str. ehrt eine bemerkenswerte Pionierin.
Quellen: