Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Ernst-Flatow-Str.

Länge
60 m
Hausnummern
50823: ungerade 3–25, gerade 4–26
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Ernst Flatow (1887–1942), evangelischem Pfarrer jüdischer Herkunft und Gegner des Nationalsozialismus. Flatow war zunächst Hilfsprediger an der Ehrenfelder Gemeinde, später Vikar an der Friedenskirche und wurde 1928 erster Krankenhausseelsorger Kölns.

Im März 1933 entließ ihn die Stadt Köln aufgrund des Arierparagraphen, im November 1933 folgte die kirchliche Amtsenthebung. Am 13. April 1942 wurde Flatow zusammen mit allen anderen Juden aus Lobetal in das Warschauer Ghetto deportiert, wo er beim Bau der Ghettomauer eingesetzt wurde und ums Leben kam. Ein Stolperstein erinnert seit 2022 vor seiner letzten Wohnadresse am Hildeboldplatz an ihn.

Quellen: