Geschwister-Scholl-Str.
Benannt nach den Geschwistern Hans Scholl (1918-1943) und Sophie Scholl (1921-1943), berühmtesten Widerstandskämpfer-Geschwistern Deutschlands und Mitgründern der "Weißen Rose". Hans Scholl war Medizinstudent, seine jüngere Schwester Sophie ab 1942 Studentin der Biologie und Philosophie an der Münchner Universität. Im Sommer 1942 verfassten sie zusammen mit Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und Kurt Huber sechs Flugblätter gegen das NS-Regime; das fünfte ("Aufruf an alle Deutsche!") wurde im Januar 1943 in einer Auflage von 6.000 bis 9.000 Exemplaren in deutschen Großstädten verteilt. Am 18. Februar 1943 wurden Hans und Sophie beim Verteilen des sechsten Flugblattes im Lichthof der LMU München vom Hausmeister Schmid gestellt und der Gestapo übergeben. Vier Tage später, am 22. Februar 1943, wurden sie zusammen mit Christoph Probst nach einem Schauprozess vor dem Volksgerichtshof in Stadelheim enthauptet. Sophie Scholls letzte Worte waren überliefert als: "Wie kann man von einem Sieg der Gerechten Sache sprechen, wenn dafür kaum jemand bereit ist, sich zu opfern."
Quellen: