Gustav-Mahler-Str.
Benannt nach Gustav Mahler (1860–1911), österreichisch-jüdischem Komponisten und Dirigenten, einer der großen Symphoniker der Spätromantik und Pionier der Musik der Moderne. Mahler komponierte zehn Symphonien (die zehnte unvollendet) und zahlreiche bedeutende Lieder-Zyklen wie „Lieder eines fahrenden Gesellen" und „Kindertotenlieder". Als Dirigent leitete er von 1897 bis 1907 die Wiener Hofoper – eine zehnjährige Ära, die bis heute als Goldene Ära der Wiener Oper gilt. Mahler reformierte das Operngeschäft (Bühnenbild, Kostüme, Dirigierstil) so radikal, dass seine Errungenschaften zum bleibenden Standard wurden. 1907 ging er an die Metropolitan Opera New York. Sein Werk wurde von den Nationalsozialisten als „entartet" verfemt und erst nach 1945 wieder weltweit gewürdigt – dank Dirigenten wie Leonard Bernstein.
Quellen: