Habsburgerring
Erster Abschnitt der südlichen Kölner Ringstraßen, beginnend am Rudolfplatz. Benannt nach dem Geschlecht der Habsburger, das im Heiligen Römischen Reich von 1273 (Wahl Rudolfs I.) bis zur Auflösung 1806 fast durchgehend den Kaiser stellte und zum bedeutendsten europäischen Herrscherhaus der Frühen Neuzeit aufstieg. Der Stadtrat beschloss am 10. Mai und 20. Dezember 1883 die programmatische Benennung der Ringstraßen nach Dynastien des Reiches in chronologischer Folge — der Habsburgerring steht als jüngste/letzte Dynastie symbolisch am Anfang der Süd-Ring-Reihe (Habsburger → Hohenstaufen → Salier → Sachsen/Ottonen → Karolinger → Ubier in zeitlich rückwärts laufender Folge). Habsburg-Ahnenburg liegt im Aargau (Schweiz); ihr Aufstieg begann 1273 mit Rudolf I., ihren Höhepunkt erreichten sie unter Karl V. (1500–1558), dessen Reich „in dem die Sonne nicht unterging".
Zwischen Hohenstaufenring und dem Rudolfplatz liegt der Habsburgerring, dessen Namensgeber im Jahr 1806 die deutsche Krone ablegten und von da an, bis zum Jahr 1918, den Monarchen Örsterreichs stellten. Bis in die 50er Jahre stand an dieser Straße das erste Opernhaus der Stadt.