Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Herderstr. (Porz)

Länge
133 m
Hausnummern
51147: ungerade 1–15, gerade 2–16
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Stadtteil
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Benannt nach Johann Gottfried Herder (1744-1803), Theologen, Schriftsteller, Sprachforscher und Wegbereiter der deutschen Klassik und der Volkskunde. Herder wurde in Mohrungen (Ostpreussen) geboren, studierte bei Kant in Königsberg, war ab 1776 Generalsuperintendent in Weimar und gehörte dort zum engsten Kreis um Goethe, Schiller und Wieland (das "Weimarer Viergestirn"). Mit seinen "Stimmen der Völker in Liedern" (1778-1779) gründete Herder die wissenschaftliche Volksdichtungs-Sammlung; er gilt als Begründer der modernen Hermeneutik und einer frühen Geschichtsphilosophie ("Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit" 1784-1791). Herder pragte den Begriff des "Volksgeistes" und der nationalen Eigenart der Völker – ein Konzept, das im 19. Jh. zur Grundlage des Nationalismus wurde, von Herder selbst aber kosmopolitisch gemeint war.

Quellen: