Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Hermann-Becker-Str.

Länge
110 m
Hausnummern
50672: ungerade 1–1, gerade 2–10
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Stadtteil
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Benannt nach Hermann Heinrich Becker (1820–1885), Kölner Oberbürgermeister 1875–1885, im Volksmund „Roter Becker" — wegen seiner roten Haare und seiner demokratischen Überzeugungen. Becker war einer der prominenten Vertreter der demokratischen Bewegung des Vormärz und der Revolution 1848/49; als Rechtsreferendar in Köln redigierte er 1849/50 die „Westdeutsche Zeitung", die nach dem Verbot der „Neuen Rheinischen Zeitung" von Karl Marx den Kampf gegen die preußische Reaktion fortsetzte. 1852–1857 saß er fünf Jahre Festungshaft in Stettin und Weichselmünde — eines der Opfer der politischen Verfolgung nach der gescheiterten Revolution. Mitte der 1870er Jahre wechselte er zur Nationalliberalen Partei. 1875 wurde er zum Oberbürgermeister Kölns gewählt; in seine Amtszeit fielen u.a. die Kommunalisierung von Gas- und Wasserwerken und die Vorbereitungen zur Stadterweiterung 1881. Becker starb 1885 in Köln.

Quellen: