Isidor-Caro-Str.
Benannt nach Isidor Caro (1877–1943), Kölner Rabbiner und NS-Opfer. Caro wurde in Żnin im damaligen Deutschen Reich geboren und stammte aus einer Gelehrtenfamilie, deren Linie auf den berühmten mittelalterlichen Rabbiner Joseph Caro (1488–1575) zurückgeht. Er promovierte 1902 in Rostock und kam 1908 als Rabbiner und Religionslehrer nach Köln. 1938 — nach dem Tod des Gemeinderabbiners Ludwig Rosenthal — wurde er Gemeinderabbiner der jüdischen Gemeinde Köln. Im Juni 1942 meldeten Caro und seine Frau Klara sich für den ersten Transport Kölner Juden ins Ghetto Theresienstadt — auch dort wirkte er weiter seelsorgerisch und hielt Gottesdienste für seine Kölner Gemeinde. Isidor Caro starb am 28. August 1943 in Theresienstadt. Die Isidor-Caro-Str. ehrt einen treuen Seelsorger, der in der dunkelsten Stunde bei seiner Gemeinde blieb.
Quellen: