Jürgen-Schumann-Weg
Benannt nach Jürgen Schumann (1940-1977), Lufthansa-Flugkapitän und tragisches Opfer des Terror-Anschlags auf den Lufthansa-Flug 181 ("Landshut"). Schumann diente zunächst als Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr (mit Verbindung zum Luftwaffenstandort Wahn) und wurde danach Verkehrspilot. Am 13. Oktober 1977 führte er die Boeing 737 "Landshut" auf dem Lufthansa-Flug 181 von Palma de Mallorca nach Frankfurt; das Flugzeug wurde von vier palästinensischen Terroristen der PFLP entführt, um die Freilassung der inhaftierten Mitglieder der Roten Armee Fraktion zu erzwingen. Nach einer mehrtägigen Odyssee von Rom über Larnaka, Bahrain, Dubai und Aden landete die Maschine schließlich in Mogadischu. In Aden hatte Schumann mit großem persönlichen Risiko durch eine Funkbotschaft die Anzahl der Entführer überlistend übermitteln können – doch ein indiskreter Hinweis des dubaiischen Verteidigungsministers verriet ihn an die Terroristen. Anführer Akache zwang Schumann zu knien und erschoss ihn; sein Leichnam wurde im hinteren Kabinengang abgelegt. Wenige Stunden später befreite die GSG 9 in Mogadischu (18. Oktober 1977) die überlebenden Geiseln. Schumann wurde posthum mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Quellen: