Mauthgasse
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Die Mauthgasse trägt einen alten Namen aus der Verkehrs- und Handelsgeschichte: „Mauth" ist die altertümliche Form von Maut — also Zoll, Wegegeld oder Stadtsteuer auf Waren. Im mittelalterlichen Köln wurden an verschiedenen Stadttoren und Stapelplätzen Zollabgaben erhoben; eine Mauthstelle oder ein Mauthhaus stand auch in dieser Gasse. Köln hatte als Stapelstadt (siehe Am Leystapel) ein ausgefeiltes Zoll- und Abgabesystem, das einen wesentlichen Teil seines Reichtums erklärt — alle Waren auf dem Rhein mussten in Köln drei Tage zum Verkauf angeboten werden. Mit der französischen Säkularisation 1802 und dem Übergang an Preußen 1815 verschwanden die alten Zollrechte; der Straßenname blieb als historisches Zeugnis erhalten.