Ollenhauerring
Benannt nach Erich Ollenhauer (1901–1963), Magdeburger Sozialdemokraten und Nachfolger Kurt Schumachers (siehe Schumacherring) als Vorsitzender der SPD von 1952 bis 1963. Aus einer streng sozialdemokratisch geprägten Handwerkerfamilie stammend, war Ollenhauer schon mit 17 SPD-Mitglied. 1933 emigrierte er nach Prag und gehörte dort der SOPADE (Exilvorstand der SPD) an; nach der deutschen Besetzung floh er weiter über Paris nach London. Nach 1945 kehrte er zurück und wurde unter Schumacher stellvertretender SPD-Vorsitzender, nach dessen Tod 1952 erster Mann der Partei. Als Oppositionsführer im Bundestag kämpfte er gegen Adenauers Politik der Westintegration und der Wiederbewaffnung — Positionen, die ihm jedoch keine Wahlsiege brachten. Ollenhauer starb 1963 noch im Amt. Im Bocklemünder SPD-Cluster bildet er — mit Schumacher und Görlinger — das politische Trio der Nachkriegs-Sozialdemokratie.
Quellen: