Peter-Hagen-Str.
Benannt nach Peter Hagen (1898 – Dezember 1944 im KZ Buchenwald), Brücker Metallarbeiter und ehrenamtlicher Gewerkschaftsfunktionär. Peter Hagen war bis zum Verbot der freien Gewerkschaften am 2. Mai 1933 ehrenamtlicher Funktionär im Deutschen Metallarbeiterverband (DMV) — dem Vorläufer der heutigen IG Metall. Als Sozialdemokrat und Gewerkschafter geriet er früh ins Visier der NS-Behörden; 1944 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar deportiert, wo er noch im Dezember desselben Jahres ermordet wurde. Vor seinem letzten Wohnhaus in Köln-Brück, Pohlstadtsweg 237, erinnert ein Stolperstein des Kölner Künstlers Gunter Demnig (eingelassen am 7. Mai 2004) an sein Schicksal. Die Brücker Werkstatt für Ortsgeschichte machte den fast vergessenen Mitbürger wieder bekannt; daraufhin benannte der Bezirk Kalk am 14. April 2005 diese Straße im Neubaugebiet am Oberen Bruchweg nach ihm — als Mahnmal in der eigenen Nachbarschaft. Mit dem benachbarten Otto-Unger-Weg bildet sie das Brücker NS-Verfolgten-Quartier.
Quellen: