Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Sporergasse

Länge
145 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–19, gerade 2–2a
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
Nach Kriegsende 1946 · Historisch

Wie Bechergasse, Bolzengasse und Schwertnergasse eine mittelalterliche Berufsgasse — benannt nach den hier ansässigen Sporenmachern (mhd. „Sporer"). Sporen waren im mittelalterlichen Reitwesen unverzichtbar: Stahl- und Eisensporen, oft kunstvoll mit Messing und Silber verziert, gehörten zur Standard-Ausrüstung jedes Reiters und Ritters. Die Sporenmacher waren spezialisierte Schmiede; sie waren Teil der Schmiede-Zunft (Schmiedegaffel), deren Patron der hl. Eligius war (siehe Elogiusplatz). Mit dem schwindenden Reitkulturen im 19. Jahrhundert verschwand das Gewerk — der Straßenname blieb als ein weiterer Baustein im Geflecht der Kölner mittelalterlichen Berufs-Topografie.

Quellen: