Steinkopfstr.
Benannt nach Friedrich Wilhelm Steinkopf (1842–1911), dem prägenden Mülheimer Bürgermeister der Industrialisierungszeit. Steinkopf, geboren in Duisburg, leitete die Stadt von 1876 bis 1908 — über 32 Jahre, eine der längsten Amtszeiten in der Mülheimer Stadtgeschichte. Anlässlich seines 22-jährigen Bürgermeister-Jubiläums 1898 erhielt er den Titel Oberbürgermeister; 1907 verlieh ihm Mülheim die Ehrenbürgerwürde. Unter seiner Ägide vollzog sich die wirtschaftliche und städtebauliche Verwandlung Mülheims zur Industriestadt: das gesamte Mülheimer Rheinufer wurde als Werft ausgebaut, der Mülheimer Südhafen 1884–87 unter seiner Verantwortung modernisiert und mit Dampfkränen ausgestattet, der Bahnhof Köln-Mülheim 1909 fertiggestellt. Steinkopf starb 1911 in Mülheim, drei Jahre vor der Eingemeindung der Stadt.
Quellen:
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.