Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Tempelherrenstr.

Länge
229 m
Hausnummern
51067: ungerade 1–23, gerade 24–48
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Stadtteil
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Benannt nach dem Templerorden (offiziell „Arme Ritterschaft Christi und des Salomonischen Tempels zu Jerusalem") — dem ersten und zugleich tragischsten der mittelalterlichen Ritterorden. Gegründet 1118/19 in Jerusalem unter Hugüs de Payens, sollten die Templer Pilgerwege im Heiligen Land schützen; die offizielle Anerkennung erfolgte 1129 auf dem Konzil von Troyes. In den folgenden zwei Jahrhunderten stieg der Orden zu einer der reichsten und einflussreichsten Organisationen Europas auf — mit Komtureien in nahezu allen Königreichen, einem ausgeklügelten Bankensystem (Vorläufer des modernen Geldverkehrs) und enormer Wirtschaftsmacht. König Philipp IV. von Frankreich, ihr Schuldner, ließ am 13. Oktober 1307 (Freitag, der 13.) sämtliche französischen Templer verhaften, der Orden wurde 1312 von Papst Clemens V. aufgehoben und der letzte Großmeister Jacques de Molay 1314 öffentlich verbrannt. Die Buchheimer Tempelherrenstraße gehört zum Ritterordens-Quartier (Bebauungsplan 1902, siehe Deutschordensstr.).

Quellen: