Tucholskystr.
Benannt nach Kurt Tucholsky (1890–1935), satirischem Journalisten, Lyriker und einem der großen Publizisten der Weimarer Republik. Als Mitherausgeber der politisch-linken Wochenschrift „Die Weltbühne" schrieb Tucholsky unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel Tausende von Glossen, Gedichten, Couplet- und Cabaret-Texten. Sein bekanntester Roman ist die heitere Sommergeschichte „Schloss Gripsholm" (1931). Schon 1929 zog Tucholsky nach Schweden; 1933 wurde er ausgebürgert und seine Bücher öffentlich verbrannt. Verzweifelt über den Aufstieg der Nationalsozialisten, nahm er sich am 21. Dezember 1935 in Göteborg mit einer Überdosis Schlafmittel das Leben. Seine Asche wurde 1936 nahe Schloss Gripsholm in Mariefred verstreut.
Quellen: