Rest einer Hofanlage, Wohnhaus
Obere Dorfstraße 4 · Bocklemünd/Mengenich
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0377 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Rest einer Hofanlage, Wohnhaus |
| Adresse | Obere Dorfstraße 4, 50829 Köln |
| Baujahr | 1774 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.07.1980 |
| Stadtteil | Bocklemünd/Mengenich |
1774 inschriftlich datiert (mit Mauerankern an der Hofseite); ehemals geschlossene Hofanlage ("Dohmenhof"). Heute nur noch erhalten: Wohnhaus sowie ein kleiner Rest der Wirtschaftsgebäude. Wohnhaus: Backsteinbau (geschlämmt), mit Schweifgiebeln und Mauerankern. Zwei Geschosse, neun Achsen, neuer Dachausbau; Fenster weitgehend dem Original entsprechend erneuert, zur Gartenseite mit Schlagläden. Im Inneren erhalten: Fliesenboden im EG; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben, "Kölner Decken"; zwei Kellerräume mit Gewölben.
Straßenseitiger Anbau (Rest der Wirtschaftsgebäude): eingeschossiges Backsteingebäude, zur Hofseite geschlämmt, zur Gartenseite mit Toreinfahrt; Dachterrase auf dem dem Wohnhaus zugewandten Gebäudeteil, ansonsten Wiedererrichtung des ursprünglichen Satteldaches. Rechts an den Anbau grenzende, straßenseitige Einfriedungsmauer wurde in alter Höhe aus Feldbrandsteinen und mit Toreinfahrt statt der Eingangspforte wieder errichtet.
Bocklemünd sowie der nördlich gelegene Weiler Mengenich gehörten ehemals zur Bürgermeisterei Müngersdorf und wurden 1888, wie zahlreiche andere Vororte, in die Stadt Köln eingemeindet. Da der städtische Einfluß aufgrund der großen Entfernung vom Kölner Stadtkern entsprechend gering war, wird das Ortsbild auch heute noch von vollständig oder teilweise erhaltenen Hofanlagen und von ein- bis zweieinhalbgeschossigen, kleineren Häusern geprägt. Das o.g. Objekt ist ein wichtiger Bestandteil dieses Bereichs. Es handelt sich um den Restbestand (ehemaliges Herrenhaus und kleiner Rest der Wirtschaftsgebäude) einer ursprünglich geschlossenen Hofanlage und gibt somit Aufschluß über die in der Nachbarschaft der großen Güter angelegten kleineren Gehöfte, von denen nur noch vereinzelte Beispiele vorhanden sind. Es trägt also auch zur Veranschaulichung der alten Dorfstruktur bei und wird daher zu einem unverzichtbaren Dokument für die Bebauung im äußeren Kölner Randgebiet und ihre spezifische Ausprägung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0