Wohnhaus
Schmiedegasse 47 · Weidenpesch
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0775 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Schmiedegasse 47, 50735 Köln |
| Baujahr | 19. Jahrhundert |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.09.1981 |
| Stadtteil | Weidenpesch |
Das Haus Schmiedegasse 47 ist bedeutend für die Geschichte dieses Ortsteils, weil es vor allem die Geschichte seiner baulichen Entwicklung dokumentiert. Dieser Ortsteil entstand um ein klösterliches Anwesen vor der Stadt. Aus einer dörflichen Struktur entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch Industrie (Pallenbug-Siedlung, Straßenbahnausbesserungswerk) und Pferderennbahn ein eigenständiger Vorort. Die Schmiedegasse ist eine alte, aus dem ehemaligen Ortskern herausführende Dorfstraße.
Das kleine, eingeschossige Backsteinhaus mit Satteldach auf hohem Drempel steht als restliches Anwesen eines alten Dorfkerns aus der Zeit um 1820. Der ehemals unverputzte Backsteinbau erhielt in der Gründerzeit am straßenseitigen Giebel eine neue Fenstereinteilung und einen Verputz mit geometrischer Stuckornamentik. Die Holzfenster sind aus dem 19. Jahrhundert, wie auch der Fliesenboden (Ornamentfliesen) des Eingangs und die Holztreppe mit Holzgeländer. Die Eingangstüre scheint aus der Erbauungszeit zu stammen. Kleiner Gewölbekeller. Das Dachgeschoß wird ausgebaut. Kölner Decken. In dem Haus soll einmal der Bürgermeister des Dorfs gewohnt haben.
Sehr schön sind die beiden mächtigen Kastanien als Landmarken unmittelbar vor dem Haus. Sie dokumentieren noch die direkte Berechnung der Häuser zur Natur. Von der alten Dorfstruktur blieben nur der Dorfanger mit einer neu errichteten Kapelle und zwei weitere, eingeschossige Dorfbauten an der Schmiedegasse, die in der zwei- bis dreigeschossigen Neubebauung sich noch halten. Das Haus ist als städtebauliches Dokument des historischen Bestands unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0