Wohnhaus
Alpenerstraße 7 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0817 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Alpenerstraße 7, 50825 Köln |
| Baujahr | 1902 bis 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.11.1981 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Das Haus Alpenerstraße 7 ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln-Ehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Ehrenfeld entstand 1845 durch eine spekulative Initiative von Köln aus als erster linksrheinischer Vorort (unter Mitwirkung von Stadtbaumeister Weyer), da innerhalb der Mauerumwallung Kölns die Bauplätze knapp wurden. Durch industrielle Ansiedlungen gewann der Ort schnell an Bedeutung und besaß kurzzeitig bis zur Eingliederung nach Köln, Ende des 19. Jahrhunderts, die Stadtrechte.
Das Haus ist ein geschichtliches Dokument städtischer Erstbebauung nach der Eingemeindung Ehrenfelds. Die Alpenerstraße liegt jenseits der alten Industriegebiete an der Grenze zu den in neuerer Zeit erschlossenen Siedlungsgebieten.
Das dreigeschossige Gebäude mit drei Achsen wurde zwischen 1902/1904 von dem Architekten G. Haering errichtet. Das Haus weist - wie der gesamte Straßenzug - ein zweifach übereinander ausgebautes Dachgeschoß auf, dessen untere Fensterreihe in der mansardenartigen Dachfläche fast normale Größe besitzt. Die oberen Dachfenster sind erheblich kleiner.
Die Stuckfassade ist mit sparsamer Ornamentik einem leicht historisierenden Jugendstil verpflichtet. Das Erdgeschoß ist Ladenzone. Haustüre und Fenster wurden erneuert. Die rückwärtige Fassade in Backstein setzt sich in einem eingeschossigen Gartenhaus - ebenfalls in Backstein - fort.
Im Inneren blieb im Hausflur der originale, gemusterte Terrazzobelag vorhanden, auch die Holztreppe mit Holzgeländer ist original und führt in Wohnungen, deren historische Stuckdecken und Türen fast überall sorgsam restauriert wurden. Bemerkenswert ist die vorspringende Treppe zum obersten Dachgeschoß.
Die städtebauliche Situation wird durch die original gleichartig erhaltene Hausreihe von Nr. 5 bis Nr. 19 geprägt. In diesem Ensemble aus unterschiedlichen Fassaden, aber einheitlichen Baukörpern ist das o.g. Gebäude ein frühes Dokument siedlungsartiger Bauformen für weniger begüterte soziale Schichten. Kunstgeschichtlich ist der Kontrast in den Siedlungsbauten der Zwanziger Jahre der östlichen Alpener Straße außerordentlich bemerkenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0