Wohn- u. Geschäftshaus
Simrockstraße 23 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0827 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Simrockstraße 23, 50823 Köln |
| Baujahr | 1901 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.11.1981 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1901 erbaut. 3 Geschosse, 4 Achsen, neuerer Dachausbau. Backsteinfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance, originaler Laden. Haustür und Ladentür dem Original entsprechend erneuert. Fenster teils original, teils erneuert; Sockel der Ladenfenster verändert. Rückseite und Anbau: gelbe Klinkerfassade, Rückseite des Anbaus verputzt; Fenster weitgehend verändert. Im Innern original erhalten: etwas Deckenstuck im Vestibül (Profile); in Vestibül und Flur Bodenfliesen (mit Beschädigungen; im Eingangssbereich durch neuere Fliesen ersetzt); Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben (Antrittspfosten verändert); im Laden Deckenstuck und Bodenfliesen (mit geringfügigen Beschädigungen).
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Simrockstraße (früher Karlstraße), an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört neben der Körnerstraße zu den ersten planmäßigen Siedlungsansätzen des Stadtteils. Die teilweise erhaltene historische Bebauung weist mit dem Nebeneinander verschiedener Haustypen und den abwechslungsreich gestalteten Fassaden auf die unterschiedlichen, hier damals ansässigen Sozialschichten hin. Das Gebäude ist integraler Bestandteil eines Ensembles, bestehend aus den Häusern Nr. 17 bis Nr. 23. Mit seinen Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance veranschaulicht es den wachsenden Einfluß der innerstädtischen Architektur. Die gestalterische Hervorhebung des 1. Obergeschosses, also der Beletage, deutet auf eine Orientierung an der gehobeneren Bauweise hin. Das o. g. Objekt, das in Ehrenfeld zu wenigen Beispielen mit originalem Ladenbereich gehört, wird somit zu einem unverzichtbaren Dokument für die um die Jahrhundertwende errichtete stadtteilspezifische Bebauung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0