Wohnhaus
Körnerstraße 28 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6281 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Körnerstraße 28, 50823 Köln |
| Baujahr | 1898 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 31.10.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1898 erbaut; ehemals Wohn- und Geschäftshaus. 4 Geschosse, 2 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß. Stuckfassade mit Gliederungen in Anklängen an die Renaissance. Fenster verändert, orig. Fenstergitter im 3.OG, Haustür verändert, Ladentür entfernt und Öffnung geschlossen, Ladenfenster durch kleinformatigere Fenster ersetzt; die fünf schmiedeeisernen Stützen sind noch vorhanden.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Körnerstraße (früher Heribertusstraße), an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört neben der Simrockstraße zu den ersten planmäßigen Siedlungsansätzen in diesem Vorortbereich. Sie wurde also bereits ab 1845 erschlossen. Der die Venloer- mit der Subbelrather Straße verbindende Straßenzug, dessen ältester erhaltener Bau (Nr. 40) aus den frühen 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stammt, erinnert mit seinem Namen an Karl Theodor Körner (1791-1813), den Dichter der Freiheitskriege. Das o. g. Gebäude ist integraler Bestandteil der bis zur Kriegszerstörung geschlossenen historischen Bebauung. Es bildet ein Ensemble mit den Häusern Nr. 26, 30 und 32 und trägt mit seiner reich dekorierten Fassade zum Verständnis der gründerzeitlichen Architektur Ehrenfelds bei, die mit ihrer deutlichen Orientierung an der Kölner Neustadtbebauung nicht nur die Annäherung an die Innenstadt, sondern auch die wachsenden Ansprüche der Bürger des neuen Stadtteils belegt. Erwähnenswert sind bei diesem Objekt auch die markanten gußeisernen Stützen, die Haustür und den später in Wohnraum umgewandelten Laden einfassen. Als Beleg für die sozialgeschichtliche Entwicklung Ehrenfelds und als Beispiel für die Gestaltungsvielfalt der stadtteilspezifischen Architektur wird das o. g. Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0