Antoniterkirche
Schildergasse 57 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0853 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Antoniterkirche |
| Adresse | Schildergasse 57, 50667 Köln |
| Baujahr | 1350 bis 1384, 1896, 1945 bis 1952, 1961 bis 1964 |
| Architekt / Planung | Heinrich Otto Vogel |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.12.1981 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Ehem. Antoniterkirche. Dreischiffige gewölbte Basilika mit polygonalem Haupt- u. nördl. Seitenchor 1350-84 errichtet; südl. Sakristeianbau. Ehem. Klosterkirche der Augustiner-Chorherren, seit 1802/05 evangelische Pfarrkirche. Auf der Südseite Portal von 1896. Nach schweren Kriegszerstörungen bis 1952 wiederhergestellt und Dachreiter neuerrichtet.1961-64 Westfassade mit vorgezogenem Mittelteil nach Plänen von Heinrich Otto Vogel neu gestaltet.
Historische Ausstattung:
Fußboden:
Steinboden, vor 1952
Glasfenster
Chor, Mittelfenster: Kreuzigung Christi, 1. Viertel 16. Jh.
Äußere Chorfenster: 6 Siegel der protest. Gemeinden, 1952 (G. Eberlein)
Seitenschiffe: 7 Ornamentfenster, 1966 (A. Plum/P. Winnen)
Nordchor: 3 Ornamentfenster,1967 (A. Plum/P. Winnen)
Altar:
Chor: Mensa, 1950er Jahre
Weitere Ausstattung:
Kartentisch, 19. Jh., Sakristei
2 Altarleuchter, 1930er Jahre, Altar, Eigentum der Kartäuserkirche
Bronzetüre, 1964 (U. Henn), Westportal
Orgel, 1968 (W. Peter), Westempore
Lesepult (Mazzeba), 1984 (R. Peer), Chor
Lesepult (Adlerpult), 1984 (R. Peer), Chor
Geläut:
3 Glocken, 1956 (Gebr. Rincker, Sinn/Dillkreis), Dachreiter
Plastik:
Grabplatte des Theodor Bilstein (+ 1653), Langhaus, Nordwand
Grabplatte des Wilhelm Gritteren, 17. Jh., Hauptchor
2 Grabplatten von Antoniterchorherren, 17. Jh., Langhaus, Nord- u. Südwand
Engel „Der Schwebende“, 1927 bzw.1942 (E. Barlach), Nordchor
Verkündigung der Engel, 1976 (R. Stendar-Feuerbaum), Westwand
Gemälde:
Portrait des Präzeptors J. Schnickel, 1695, Sakristei
Portrait des Präzeptors J.P. Schumacher, 1807 (Görgen), Sakristei
Schatz:
3 Abendmahlsgeräte: Kanne, Kelch, Schale, 1860, Sakristei, Eigentum der Trinitatiskirche
4 Abendmahlsgeräte: Kanne, Kelch, Patene, Ziborium, 1920er Jahre, Sakristei
Bestand des Denkmals sind auch die übrigen, im Besitz der Kirchengemeinde befindlichen liturgischen Geräte, Reliquiare, Paramente, Gemälde, Skulpturen, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke, für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen:
P. Clemen (Hrsg.), Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. 1, Düsseldorf 1916, S. 94-101.- 600 Jahre Antoniterkirche in Köln, 1384-1984, Köln 1984.- Helmut Fußbroich, Die Antoniterkirche in Köln, Rheinische Kunststätten Heft 49, 2. Aufl., Köln/Neuss 1991.- Uschi Baetz, Colonia Romanica Bd. X, 1995, S. 63-67.
Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u.U. untertägig verborgen sind.
Die Antoniterkirche ist ein Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von § 2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert. Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0