Pfarrhaus
Keimesstraße 4 · Volkhoven/Weiler
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0981 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Pfarrhaus |
| Adresse | Keimesstraße 4, 50765 Köln |
| Baujahr | um 1860 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 19.02.1982 |
| Stadtteil | Volkhoven/Weiler |
Das Haus ist bedeutend für die Menschen in Köln-Volkhoven/Weiler, weil es die Geschichte dieses Orts dokumentiert und ein wichtiger Teil der historischen Bausubstanz ist. Volkhoven, das bereits 1888 nach Köln eingemeindet wurde, wurde 1975 mit Weiler zu einem Stadtteil vereinigt. Während das Ortsbild von Volkhoven noch heute durch eine Anzahl großer Höfe bestimmt wird, ist das nördlich gelegene Weiler vor allem wegen seiner Kirchenbauten Alt- und Neu-St. Cosmas und Damian hervorzuheben, von denen die erste leider derzeit ungenutzt ist. Weiler ist von den Auswirkungen des östlich gelegenen Ortsteil Chorweiler nicht gänzlich verschont geblieben, so daß die verbliebene Substanz des ehemaligen Dorfs eines besonderen Schutzes bedarf.
Das alte Pfarrhaus vor der Kirche St. Cosmas und Damian gehört zu dem zwischen Georgshof und Dresenhof liegenden Ensemble, in dem beiderseits der Keimesstraße der alte Dorfcharakter bewahrt wurde. Inmitten dieses Ensembles aus ehemaliger Kirche, alter Schule und den Höfen steht das Pfarrhaus, eingegrenzt von der originalen Einfriedung aus Backsteinmauerwerk und dem - etwas verwilderten - Pfarrgarten.
Das zweigeschossige Backsteingebäude (das erste Obergeschoß leicht verputzt) mit fünf Achsen ähnelt im Bauschema dem Herrenhaus des nahen Georghof, allerdings sind die Achsen näher zusammengerückt, die Geschosse jedoch nicht unbeträchtlich höher. Auch hier im Pfarrhaus findet sich der axial durchlaufende Hausflur, der allerdings noch die originalen, quadratischen, schwarzweißen Marmorfliesen aufweist. Die Fenster wurden, wie die Haustüre, stilähnlich erneuert, alle Öffnungen sind mit Stichbögen überwölbt. Die Haustüre ist mit einem leicht reliefierten Blausteingewände eingerahmt, die Solbänke der Fenster sind aus Basalt. Türen und Türgewände sind original. Das Gebäude ist zur Hälfte mit gemauertem Gewölbe unterkellert.
Das alte Pfarrhaus ist innerhalb des in Köln seltenen Ensembles unverzichtbar und von erheblicher kunsthistorischer und soziologischer Bedeutung für den Norden Kölns.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0