Kapelle St. Maria Ablaß
Maria-Ablaß-Platz 14 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1018 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Kapelle St. Maria Ablaß |
| Adresse | Maria-Ablaß-Platz 14, 50668 Köln |
| Baujahr | 1431 bis 1467 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.05.1982 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Die Kapelle St. Maria Ablaß, ehemals Liebfrauenkapelle der Pfarrkirche gleichen Namens, seit Schließung und Abbruch der Pfarrkirche 1804 und 1808 als selbständiges Bauwerk Nebenkapelle der 1802 neu eingerichteten Pfarre St. Ursula, erbaut 1431-1467 (?) als Schutz und für die Verehrung des Gnadenbildes an der nördlichen Aussenwand der Kirche; Östl. anschließende Sakristei 17. Jh, grundlegende Erneuerung durch den Architekten Vincenz Statz, 1860 vollendet. Nach Kriegszerstörungen vereinfacht wiederhergestellt. Dreijochiger gewölbter Saalbau mit Satteldach und Dachreiter, Sakristei mit zwei Jochen und Pultdach.
Historische Ausstattung
Fußböden
Kapelle: 1950er Jahre
Glasfenster
3 Ornamentfenster, 1950er Jahre (Fa. Botz und Miesen)
Ausmalungen
Nische der Südwand: Gnadenbild, 1950er Jahre (Rita Paasche-Hecker) auf älteren Resten (?)
Geläut
1 Glocke von 1885 (Goussel-François)
Holzplastik
Hl. Heinrich mit Modell der Kirche, 17.Jh., Sakristei St. Ursula, Köln
Gemälde
Ex-Voto-Gemälde, 18. Jh., Südwand
Grabdenkmäler
Grabplatte Conrad Altenrath, 16. Jh., Südwand
Grabplatte, um 1631, Westwand
Gedenktafel Jodocus Knipero, 1634, Südwand
Grabstein Werner Francken ( † 1685), Südwand
Grabstein Maria Elisabeth von Wolckenstein und Rodenegg († 1699), Nordwand
Grabstein Nicolas und Mathias Veltz von Büllingen sowie Joseph Wilhelm Lamberti, um 1706, Südwand
Gedenktafel, 1768, Westwand aussen
Weitere Ausstattung
Zwei Eisenfesseln, Südwand
Gitter, 18. Jh., Kapelle
Kniebank, 19. Jh, Kapelle
Sakristeischrank, 19. Jh., Sakristei
Tabernakel, 19. Jh., Sakristei
Bestandteil des Denkmals sind auch das Portalgewände (16. Jh.) als Leihgabe der Stadt Köln und die übrigen liturgischen Geräte, Reliquiare, Paramente, Gemälde, Skulpturen, Grabmäler und historischen Ausstattungsstücke für die auf das Karteikarteninventar beim Stadtkonservator verwiesen wird sowie auf folgende Publikationen: Paul Clemen, Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, Bd. II.3, Düsseldorf 1934.
Außerdem werden alle ortsfesten Bodendenkmale einbezogen, die u.U. untertägig im Boden verborgen sind.
Die Kapelle St. Maria Ablaß ist ein Baudenkmal im Sinne von §2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Die o.g. historischen Ausstattungsstücke sind Teil des Baudenkmals im Sinne von §2 Abs. 2 des DSchG NW. Sie bilden mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert.
Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0